Wirtschaft.
(Quelle: Wikipedia)
Industriestruktur
der Stadt Nürnberg im Vergleich zum Bund
Über
Standortkompetenzen der europäischen Spitzenklassen verfügt
Nürnberg insbesondere in den Bereichen Information und Kommunikation,
Energie und Leistungselektronik sowie Verkehr und Logistik. Nürnberg
ist noch vor Hamburg der bedeutendste Druckstandort Deutschlands.
Im Bereich der Marktforschung ist Nürnberg ebenfalls führend:
jeder dritte deutsche Marktforscher arbeitet hier. Des Weiteren
wurde die Region zur Gateway-Region zu den neuen EU-Mitgliedsstaaten
von der EU definiert. Im Juli 2000 wurde das Europa-Büro der
Stadt Shenzhen in Nürnberg eröffnet. Eine Liste Nürnberger
Unternehmen gibt es in der Kategorie:Unternehmen (Nürnberg).
Nürnberg
ist außerdem Zentrum der Europäischen Metropolregion
Nürnberg mit ca. 3,5 Millionen Einwohnern.
Wirtschaftliche
Situation Nürnbergs
Als
traditioneller Industriestandort ist Nürnberg vom Strukturwandel
besonders stark betroffen. Die Arbeitslosenquote lag im Juni 2007
in der Stadt Nürnberg mit 9,8 Prozent am zweithöchsten
in Bayern und fast doppelt so hoch wie im Landesdurchschnitt (5,0
Prozent). In den vergangenen Jahren wurde versucht, sich stärker
zu einem Dienstleistungsstandort zu wandeln, was bisher aber nur
teilweise die Beschäftigungsverluste in der Industrie ausgleichen
konnte. Nachteilig wirkt sich dabei aus, dass Nürnberg über
keine eigene Universität verfügt, sondern lediglich wenige
Fachbereiche der Universität Nürnberg-Erlangen beherbergt.
Landwirtschaft
und Bodenschätze
Mit
dem Knoblauchsland verfügt Nürnberg im Norden über
ein großes Gemüseanbaugebiet von überregionaler
Bedeutung, welches vor allem für den dortigen Spargelanbau
bekannt ist. Des Weiteren befindet in der Umgebung des eingemeindeten
Worzeldorf ein Sandsteinvorkommen aus Worzeldorfer Sandstein, das
für Nürnberg große kunsthistorische Bedeutung hat,
da zahlreiche Bauwerke aus diesem Sandstein errichtet wurden. Ansonsten
finden sich in Nürnberg kaum nennenswerte Bodenschätze
oder Ressourcen.
Industrie
Nürnbergs
Bedeutung als Industriestandort ist auf die Tradition des mittelalterlichen
Handwerks in Nürnberg, das wegen seiner Qualität in ganz
Europa geschätzt war (Sprichwort: Nürnberger Tand
geht in alle Land), zurückzuführen. Noch heute verfügt
Nürnberg in bestimmten Bereichen über Spitzenkompetenzen.
Nürnberg ist ein Zentrum in den Bereichen Informations- und
Kommunikationsindustrie, Verkehr und Logistik, Energietechnologie
und Leistungselektronik. Nürnberg ist noch vor Hamburg bedeutendster
Druckstandort Deutschlands. Im Norden der Stadt unterhält die
Firma Alcatel-Lucent das Optical Center of Excellence,
ihr größtes Forschungszentrum außerhalb der USA.
Dennoch
musste Nürnberg in den letzten 25 Jahren immer wieder Werkschließungen
und die Verlagerung von Arbeitsplätzen hinnehmen. Besonders
betroffen war davon die Sparte Maschinenbau und Haushaltseletronik.
So wurde das Gelände der MAN im Süden Nürnbergs im
Laufe der Zeit stetig verkleinert. In der Ersten Hälfte des
Jahres 2006 sorgte die Bekanntgabe der Schließung des Nürnberger
AEG-Werkes für Aufsehen, da der Betrieb trotz schwarzer Zahlen
nach Italien und Polen verlegt werden soll.
Dienstleistungen
Im
Bereich der Marktforschung ist Nürnberg bundesweit führend:
jeder dritte deutsche Marktforscher arbeitet hier. Mit der Nürnberger
Versicherungsgruppe, dem größten Arbeitgeber der Stadt,
verfügt Nürnberg über ein Großunternehmen im
Dienstleistungssektor. Darüber hinaus ist Nürnberg ein
bedeutender Standort für Call-Center.
Messe
Nürnberger Messe: Empfangshalle Spielwarenmesse
Die
Messe Nürnberg ist einer der bedeutendsten Kongress- und Messestandorte
Deutschlands und steht weltweit in der Liste der Top 20. Hier findet
unter anderem die jährliche Nürnberger Spielwarenmesse
statt.
Druck
Nürnberg
ist ein bedeutender Druckstandort in Deutschland. Im Jahr 2002 sorgten
über 6.000 Beschäftigte in 43 Betrieben für einen
Umsatz von mehr als 1,2 Milliarden EUR. Die größten Druckereien
Nürnbergs sind die Firmen maul-belser und die schlott gruppe
AG mit ihren Unternehmen u. e. sebald Tiefdruck und
heckel Rollenoffset (gehört seit 1. Oktober 2005
zu Konradin-Druck). Zu den bekanntesten Druckerzeugnissen aus Nürnberg
gehören der Quelle-Katalog mit rund 15 Mio. Druckauflage, die
c't (ca. 500.000), das Kicker Sportmagazin und die Nürnberger
Nachrichten, eine der größten deutschen Regionalzeitungen
mit einer Auflage von rund 300.000 Exemplaren.
Beschäftigungsstruktur
Wirtschaftszweig Sozial-
versicherungs-
pflichtig
Beschäftigte Anteil an den
Gesamt-
Beschäftigten
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 1.247 0,5 %
Bergbau; Gew. von Steinen und Erden 32 0,0 %
Verarbeitendes Gewerbe 55.667 22,0 %
Energie- und Wasserversorgung 3.096 1,2 %
Baugewerbe 7.675 3,0 %
Handel; Inst., Rep. von Kfz und Gebrauchsg. 38.081 15,1 %
Gastgewerbe 6.517 2,6 %
Verkehr und Nachrichtenübermittlung 21.774 8,6 %
Kredit- und Versicherungsgewerbe 15.488 6,1 %
Dienstleistungen für Unternehmen, Immobilien 50.434 20,0 %
Öffentl. Verwaltung u. ä. 15.628 6,2 %
Öffent. und private Dienstleistungen (ohne Verw.) 36.788 14,6
%
Summe 252.469 100,0 %
Stadtgebiet
Nürnberg; Beschäftigte im Juni 2005
Quelle: Amt für Stadtforschung und Statistik der Stadt Nürnberg
Gewerbegebiete/Gewerbeparks
Insbesondere
in den letzten 15 Jahren sind in Nürnberg zahlreiche Gewerbegebiete
und Gewerbeparks entstanden. Grund für die Schaffung war oft
eine innerstädtische Raumneuordnung, da ehemalige Industriegebiete
nach dem Weggang der Industrie aufgelassen worden waren.
* Eurocom im Stadtteil Langwasser.
* FrankenCampus auf dem ehemaligen MAN-Verwaltungsgelände an
der Frankenstraße in der Südstadt.
* Gewerbegebiet Altenfurt.
* Gewerbegebiet Moorenbrunn: Hier hat die Siemens AG ein großes
Verwaltungszentrum geschaffen.
* Gewerbepark Nürnberg-Feucht auf einem ehemaligen amerikanischen
Flugfeld nördlich der Munitionsanstalt.
* Herkules-Park an der Nopitschstraße auf dem früheren
Gelände der Hercules-Werke, später befanden sich dort
die SACHS-Motorrad-Werke.
* Hightech Center Nord.
* Maxtorhof in der Pirckheimerstraße, ehemals stand hier die
Stiftfabrik Schwan-Stabilo.
* Nordostpark.
* Nürbanum in der Allersberger Straße, ehemals TEKADE,
später Philips.
* Süd-West-Park im Stadtteil Gebersdorf.
* TA-Gelände an der Fürther Straße. Hier standen
ehemals das Triumph-Werke-Nürnberg-Motorradwerk und das Triumph/Adler-Schreibmaschinenwerk.
* Tilly-Park an der Gustav-Adolf-Straße auf dem Gelände
der ehemaligen Bundeswehr-Infanteriekaserne.
* VDM-Areal im Stadtteil Schweinau.